PARMACO Metal Injection Moulding AG

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Burde & CO GmbH
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MIM Verfahren
  • Das MIM Verfahren verbindet die klassiche Pulvermetallsinter- Technologie mit der Spritzgußtechnik aus der Kunststofftechnik.
  • Feinste Metallpulver werden dabei mit einem organischen Bindersystem vermischt und zu einer spritzgußfähigen Masse aufbereitet.
  • Die anschließende Verarbeitung erfolgt in leicht modifizierten Spritzgießmaschinen zu sogenannten „Grünlingen“ = handle-bare formstabile Teile, jedoch mit geringer Festigkeit; diese Teile sind um ca. 18% größer als das fertige Produkt.
  • Nach dem Entformen werden die Teile wiederum entbindert. Dies erfolgt in einem chemischen und in einem thermischen Schritt. Dannach liegt ein poröses Teil („Bläuling“) mit relativ geringer Festigkeit vor.
  • Die vollständige Überführung in einen Körper mit vergleichbaren Eigenschaften eines aus dem Vollen gearbeiteten Metallkörpers erfolgt im abschließenden Sinterprozess bei Temperaturen nahe dem Schmelzpunkt. Die dabei ablaufenden Diffusionsvorgänge führen zu einem dichten metallischen Körper. Der damit verbundene Volumenschwund liegt wesentlich höher als in der Kunststoffverarbeitung und wird entsprechend konstruktiv berücksichtigt.
  • Die so erzeugten Teile bedürfen in vielen Fällem keiner Nachbearbeitung. Falls erforderlich können alle herkömmlichen Methoden angewandt werden (Schleifen, Bohren, Beschichten, Galvanisieren, Härten etc).
Anwendungen
  • Automobilindustrie
  • Medizintechnik
  • Verbindungstechnik
  • Feinmechanische Industrie
  • Wehrtechnik
  • Elektrowerkzeuge
  • Schlosstechnik
  • Telekommunikation
Vorteile
  • Herstellung komplexer Geometrien (Bohrungen, Hinterschneidungen, Verzahnungen, Nuten)
  • Herstellung von dünnwandigen Bauteilen
  • sehr hohe Maßgenauigkeit
  • hohe Temperaturbeständigkeit

MIM – klassische Pullvermetallurgie

  • höhere Dichte
  • bessere mechanische Eigenschaften
  • Möglichkeit von komplexen Geometrien

MIM – Feinguss

  • meist keine Nachbearbeitung
  • bessere Toleranzen
  • Herstellung von komplexen Geometrien
MIM - gerechte Konstruktion
  • möglichst gleichmäßige Wandstärke
  • vermeiden von Wandstärkensprüngen
  • Radien an Übergangen
  • gerade Auflageflächen zum Sintern

Konstruktion

Werkstoffe

Stähle legiert
Werkstoff Nr. Stahlart Zusammensetzung (wt%)
C Si Ni Cr Fe Sonstige
S 6-5-2 1.3343 Schnellarbeitsstahl 0.95 – 1.10 <0.45 3.80 – 4.50 bal. W, Mo, V
AISI 4340 1.6565 Vergütungsstahl 0.38-0.44 <0.35 1.65-2.00 0.7-0.9 bal. Mo, Mn

 

Eigenschaften(gesintert)

 

Werkstoff Nr. Sinterdichte[g/cm3] Rp0.2[MPa] Rm[MPa] A[%] Härte
S 6-5-2 1.3343 8.0
AISI 4340 1.6565 7.4 >500 >900 ca. 9 ca. 150 HV1
Stähle rostfrei
Werkstoff

Nr.

Stahlart Zusammensetzung (wt%)
C Si Ni Cr Fe

Sonstige

AISI 17/4 PH

1.4542
1.4548

ausscheidungshärt.
Stahl
<0.03 <1.00 3.0 – 5.0 15.5-17.5 bal.

Cu, Nb+Ta

AISI 316L

1.4404
1.4435

nichtrostender Stahl <0.03 <1.00 10.0 – 14.0 16.0-18.0 bal.

Cu,Nb

 

Eigenschaften (gesintert):

 

Werkstoff

Nr.

Sinterdichte [g/cm3] Rp0.2[MPa] Rm[MPa] A[%]

Härte

ISI 17/4 PH

1.4542

>7.6 (>97.5%) ca. 700 ca. 820 ca. 10

ca. 300 HV10

AISI 316L

1.4404

>7.6 (>97.5%) ca.150 ca. 480 ca. 55

ca. 120 HV1

FeNi Legierungen
Werkstoff

Nr.

Stahlart Zusammensetzung (wt%)
C Si Ni Cr Fe

Sonstige

FeNi2

Sinterstahl <0.01 <0.20 2 bal.

FeNi7

Sinterstahl <0.01 <0.20 7 bal.

FeNi36

1.3912

Sinterstahl 0.01 <0.20 36 bal.

FeNi42

1.3917

Sinterstahl 0.01 <0.20 42 bal.

F15

1.3981

Sinterstahl 0.01 <0.20 31 bal.

15% Co

 

Eigenschaften (gesintert):

 

Werkstoff

Nr.

Sinterdichte[g/cm3] Rp0.2[MPa] Rm[MPa] A[%]

Härte

FeNi2

>7.8 (>98%) 200 350 ca. 26

ca. 150 HV1

FeNi7

>7.8 (>98%) 290 430 ca. 26

ca. 150 HV1

FeNi36

1.3912

>7.8 (>98%) 310 480 ca. 30

ca. 140 HV1

FeNi42

1.3917

>7.8 (>98%) 300 500 ca. 30

ca. 140 HV1

F15

1.3981

>7.9(>98%) 380 540 ca. 30

ca. 160 HV1