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Nickel
A.F.Cronstedt
(1722-1765)
|
2001
jährte sich die Entdeckung des Metalles Nickel durch Baron
Cronstedt.
(Svenskt biografiskt handlexikon / Herman Hofberg 1906). Nickel ist ein
silberweißes, magnetisches Metall, das vor allem zur Herstellung
von Metall - Legierungen verwendet wird. |
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Nickel wird seit
mehreren tausend
Jahren in Nickel-Kupfer-Legierungen als Münzmetall verwendet, ohne
daß man das Metall selbst kannte. Ni tritt unter natürlichen
Bedingungen nur gebunden in Erscheinung, häufig mit Cobalt,
Antimon
und Arsen. Zumindest in kleinen Mengen kommen seine Mineralien
praktisch
überall vor. Für Bergleute im Europa des Mittelalters war es
ein eher störender Begleiter bei der Kupfererzgewinnung. Sie
konnten
es nur schwer von dem gesuchten Kupfer unterscheiden. Deutsche
Bergleute
erzählten sich, daß Berggeister - die sog. Nickel-Kobolde -
das Kupfer verzaubert hatten und es für sie wertlos machten. 1751
erkannte der schwedische Bergbauingenieur Baron Axel Fredrik Cronstedt
Nickel als eigenes Element, als er es aus Nickelerz extrahierte.
Industrielle
Bedeutung erlangte Nickel allerdings erst Mitte des 19ten Jahrhunderts.
Eigenschaften
| Gruppe |
duktile
Schwermetalle |
| Atom Symbol |
Ni |
| Ordnungszahl |
28 |
| Atom
Gewicht |
58,69 |
| Elektronenkonfiguration |
2-8-16-2 |
| Oxidationsstufen |
+2, +3 |
| Schmelzpunkt
°C |
1453 |
| Siedepunkt
°C |
2730 |
| Dichte
g/cm3 |
8,908 |
| Brinnell
Härte, geglüht |
75 |
| Ausdehnungskoeffizient
bei
20 °C |
13.3 x 10-6 |
| Elektr.
Widerstand Microhm-Cm |
6,844 |
| Kristallstruktur |
kubisch,
flächenzentriert |
Nickel ist ein
festes Metall,
das sich schmieden, verformen und ausgezeichnet polieren lässt.
Bei
Temperaturen bis 345 °C ist es magnetisch. Es kommt in fünf
stabilen
Isotopen vor. In Form eines festen Metallblockes ist Nickel nicht sehr
reaktiv, jedoch reagiert feinst verteiltes Nickelpulver an der Luft
pyrophor
(reagiert unter Feuererscheinung). Es löst sich in verdünnter
Salpetersäure und wird jedoch in konzentrierter Salpetersäure
passiviert, d. h. nach Bildung einer dünnen Schutzschicht reagiert
es nicht weiter. Mit Alkalihydroxiden geht das Metall keine Verbindung
ein. Nickel schmilzt bei etwa 1.453 °C, verdampft bei etwa 2.730
°C.
Nickel wird vor
allem in
Form von Legierungen verwendet.
Verwendung
und Herstellung von Nickel-Legierungen
| Gruppe |
Eigenschaften |
Beispiele
|
| Ni-Eisen |
Ni-Fe
Legierungen zeichnen sich durch ihre weichmagnetischen
Eigenschaften
aus und besitzen eine geringe Koerzitivkraft bei hoher
Permeabilität.
Diese Legierungen mit typischem Ni Anteil von 75-80% werden in der
Elektrotechnik
verarbeitet. |
Mumetall

Abschirmung
|
| Ni-Chrom |
Ni-Cr
Legierungen sind hitze- und korrosionsbeständig und sind als
Heißleiterlegierungen
genormt. |
DIN
2.4869

Heizdraht
|
| Ni-Kupfer |
Ni-Cu
Legierungen werden nach seinem Entdecker Monel-Legierungen genannt.
Monel ist warm- und korrosionsfest. |
DIN
2.4360

Brillendraht
|
| Ni-Beryllium |
Ni-Be
Legierungen sind aushärtbar, dabei können Härten bis
580 HV und Festigkeiten bis 1900 N/mm2 erreicht werden, dies bei guter
Temperatur-, Korrosions- und Verschleißbeständigkeit. |
UNS
03360

TempRegler
|
Nickel wird u. a.
als schützende
und veredelnde Beschichtung für rostanfällige Metalle,
insbesondere
Eisen und Stahl, verwendet. Bei der galvanischen Beschichtung wird eine
dünne Nickelschicht durch Elektrolyse einer Nickellösung auf
die zu veredelnde Oberfläche gebracht. Fein verteiltes Nickel
nimmt
das 17fache seines Volumens an Wasserstoff auf und kommt daher in
zahlreichen
Verfahren als Katalysator zum Einsatz, u. a. zur Hydrierung von
Erdöl.
Nickel verleiht weiters Stahl eine hohe Zähigkeit und
Korrosionsbeständigkeit.
Nickelstahl mit einem Nickelanteil von zwei bis vier Prozent wird in
Autoteilen
wie Achsen, Kurbelwellen, Getrieben, Ventilen und Lenkstangen
verwendet,
ferner in Maschinenteilen und Panzerungen.
 |
Als
Zahlungsmittel verwendete
Nickelmünzen bestehen aus einer Legierung aus 25 % Ni und 75 %
Kupfer.
So auch die Innen-Rondelle der 1 EURO Münze. Im Inneren plaziert
ist
ein Ni Plättchen, dessen ferromagnetischer Effekt zur Prüfung
in Münz-Automaten verwendet wird. Auch der äußere
Münzring
ist eine nickelhaltige Kupferlegierung.
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Eine weitere
prominente Anwendung
ist die Kupferlegierung Neusilber (10-26% Nickelanteil).Nickel ist
außerdem
auch ein Hauptbestandteil der Nickel-Cadmium-Batterien.
Nickel und
seine Legierungen können als Schmuck verarbeitet und ständig
getragen zu allergischen Hautreaktionen und Dermatitis führen.
Nickeltetracarbonyl
ist für seine teratogene Wirkung bekannt.
Berlin
(rv/nie). Um Nickelallergien vorzubeugen, muß nickelhaltiger
Schmuck
jetzt einer neuen Verordnung des Bundesgesundheitsministeriums
entsprechen.
Ohrschmuck, Ringe,
Hals-
oder Fußkettchen dürfen nicht mehr als die Höchstmenge
von 0,5 Mikrogramm Nickel pro Quadratzentimeter und Woche freisetzen.
Bei
nickelhaltigem Modeschmuck, der mit einer Lackschicht überzogen
ist,
darf die Nickelabgabe diesen Höchstwert auch innerhalb von zwei
Jahren
nicht übersteigen. Schmuck, der beim Ohrlochstechen oder Piercen
bis
zum Verheilen der Wunde getragen wird, darf überhaupt nur 0,05
Prozent
Nickel enthalten.
Die "7. Verordnung
zur Änderung
der Bedarfsgegenständeverordnung" des BMG ist abrufbar unter der
Adresse dialog-gesundheit.de
Die genannten
Vorschriften
beruhen auf Bestimmungen der Europäischen Union, die in allen
Mitgliedstaaten
gültig werden. Die Verordnung Ist März 2000 erlassen und in
Kraft
getreten.
Vertretung
in Österreich

e-mail service@burde-metall.at
|
Albertgasse
29
A
- 1080 Wien
Tel
0043-1-4023973-0
fax
0043-1-4023973-30
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2010
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