
Charles-Eduard
Guillaume
(1861-1938)
Nobelpreis der
Physik 1920,
für die Entdeckung der Anomalien der FeNi Legierungen
|
1895 erhielt Charles-Eduard
Guillaume, Assistent der Direktion am Bureau International des
Poids
et Mesures in Sèvres / F, zwei Metallproben vom Service
Technique
de l'Artillerie zur Untersuchung. Diese bei IMPHY (vormals Societe
Commentry-Fourchamboult-Decazeville)
hergestellten Legierungen zeigten ein erstaunliches Verhalten:
der
tatsächliche Ausdehnungskoeffizient war wesentlich geringer, als
es
die Legierungsanteile von Fe und Ni vermuten ließen. In der Tat
war
die Ausdehnung nur 1/10 des Basismaterials Eisen (Fe).
Dieses
Phänomen -FeNi-Anomalie- zeigte sich in der Folge auch bei
weiteren FeNi-Legierungen. |

Henri Fayol
(1841-1925)
Director der
Societe Imphy
(1888-1919)
|
Henri
Fayol, Direktor des Stahlwerkes Acieries d'IMPHY,
überredet
bei einem Besuch von Charles-EduardGuillaume im Stahlwerk sofort zur
Mitarbeit.
1897
wird FeNi 36
(IMPHY INVAR) patentiert. Während dieser fruchtbaren
Zusammenarbeit
werden weitere 600 Proben erschmolzen und genaustens untersucht.
Praktisch
alle heute gebräuchlichen Legierungen zur Herstellung von
Thermobimetallen
werden so entdeckt. Die bedeutensten waren
1897
FeNi 48 (IMPHY
N48)
1898
FeNi 45 (IMPHY
N45)
1899
FeNi 42 (IMPHY
N42). |

Pierre und
Marie Curie
Pierre Curie
(1859-1906)
|
Pierre
Curie hatte vor der Entdeckung der Röntgenstrahlung mit seiner
Frau Marie Curie, zusammen mit seinem Bruder geforscht. Sie entdeckten,
daß Fe-Legierungen bei höheren Temperaturen deren
magnetischen
Eigenschaften verlieren. Es zeigte sich weiters, daß an diesem
nach
ihm benannten Curie-Punkt der Ausdehnungskoeffizient sich
erheblich
ändert. Unter anderem für diese Entdeckungen erhielt Pierre
Curie 1903
den Nobelpreis für Physik. |

Pierre Chevenard
(1888-1960)
Ingenieur und
Wissenschafler
in Imphy
|
Pierre
Chevenard war Schüler und Nachfolger von Charles-Eduard
Guillaume.
Als Gründer des CRY (Centre de Recherche d'IMPHY) wurden die
Forschungen
weitergetrieben und auf eine breite industrielle Basis gestellt. Es
folgten:
1919 Elinvar
(FeNi34
Cr12)
1924
Mumetall (NiFe
15 Mo 5)
1925
RNC3 (FeNi 22
Cr 3)
1926
Anhyster D
(FeNi 48)
1930
Dilver P1 (FeNi
29 Co 17)
1937 Durinval
(FeNi
42 CrTi 5 2,5) |

Jean
Charderon
(1995)
Leiter des
Centre de
Recherche
|
und die
Entwicklung geht
weiter:
1950
Superimphy (Ni
80 FeMo)
1954
Phynox (CoCr
20 NiFeMo)
1960
Supranhyster
(FeNi 48)
1961
Durimphy (X
2 NiCoMo 18 9 5)
1963
Invar M63
1990
Invar Shadow
Mask
1993
Invar M93
Zum heutigen
Zeitpunkt forschen
am CRY in Imphy ca. 100 Wissenschaftler, um die Entwicklung der
FeNi-Legierungen
weiter zu verfolgen und diese an die speziellen Anwendungen und
Kundenwünsche
anzupassen. Fe-Ni Legierungen sind aus dem modernen Leben nicht mehr
wegzudenken, IMPHY
hat einen wesentlichenAnteil daran. |